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Pressemitteilung: American Jewish Committee verurteilt jüngste Hassverbrechen

Das Berliner Büro des American Jewish Committee / Lawrence & Lee Ramer Institute for German-Jewish Relations ist entsetzt über zwei Hassverbrechen, die sich am vergangenen Wochenende ereigneten.

By: AJC Berlin/Ramer Institute

Published: November 03, 2008

Laut Polizeiinformationen haben Unbekannte in Berlin einen Rabbiner und seine acht Schüler angegriffen und antisemitisch beleidigt. Nachdem die zwei Männer mit ihrem Mercedes den Kleinbus des Rabbis ausgebremst hatten, riefen sie judenfeindliche Schimpfworte und warfen einen brennenden Gegenstand auf den Wagen des Geistlichen. In Hamburg wurde ein muslimischer Friedhof geschändet. Grabsteine wurden mit Davidsternen und Beleidigungen beschmiert und ein Leinentuch mit Hakenkreuzen wurde über einige Gräber gespannt.

„Wir verurteilen antisemitische Übergriffe und jede Art von Angriff auf religiöse Würdenträger und Einrichtungen aufs Schärfste und fordern die Strafverfolgungsbehörden dazu auf, ihr Möglichstes zu tun, um die Täter zu finden und zu bestrafen“ , erklärt die Direktorin des AJC Berlin, Deidre Berger.

„Der schwerwiegende Angriff auf den Rabbiner und seine Schüler unterstreicht aber erneut die Notwendigkeit eines Bundesbeauftragten für Antisemitismusbekämpfung, um in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Gefahr zu fördern, die der Antisemitismus für die Demokratie darstellt“, so Berger weiter. „Laut Bundesinnenministerium gab es in der ersten Hälfte dieses Jahres weit über 500 antisemitische Straftaten, das sind im Schnitt täglich nahezu drei antisemitische Straftaten“, verweist Berger auf die alarmierende statistische Zunahme des Antisemitismus.

Das American Jewish Committee wurde 1906 in den USA gegründet. Es setzt sich für Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Pluralismus und gegenseitigen Respekt über ethnische, religiöse und nationale Grenzen hinweg ein.


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